Bürgerbus 2017 nach  St. Leu, Metz und Versailles 

Bericht der Wendlinger Zeitung

Mehr als ein Bildmotiv: Radgruppe mit historischen Rädern                                                                   07.06.2017

 

Fahrt mit dem Bürgerbus in die Partnerstadt nach Saint-Leu-la-Forêt mit Besuchen in Metz und Versailles

 

Die Teilnehmer der diesjährigen Fahrt nach Saint-Leu-la-Forêt mit den französischen Gastgebern freuen sich über die freundschaftlichen Begegnungen.

 

WENDLINGEN/SAINT-LEU-LA-FORÊT (km). Es war in diesem Jahr eine besondere Fahrt nach Saint-Leu-la-Forêt: mit dem Wendlinger Bürgerbus fuhr eine Abordnung der Historischen Radgruppe des Radsportvereins in die französische Partnerstadt – aber natürlich nicht ohne ihre Räder. 15 der von Ewald Dubb konstruierten Räder traten ihre erste Reise nach Frankreich an und ließen das gesamte Gefährt – Bus und Anhänger – auf stattliche 18 Meter Länge anwachsen.

In der Morgensonne des Himmelfahrtstags genoss die Reisegruppe das noch schwäbisch geprägte Frühstück mit Hefezopf und Rührkuchen bevor die Teilnehmer die zweistündige Führung mit der imposanten Kathedrale in Metz antraten.

 

Weiter ging es am Nachmittag in Richtung Westen nach Château-Thierry, der Geburtsstadt des Dichters Jean de la Fontaine, bekannt durch seine Fabeln aus der Tierwelt. Im Hotel genoss die Gruppe dann das erste französische Menü in einer stilvollen Umgebung.

 

Am Freitag stand der Besuch des Schlosses Versailles auf dem Programm. Mehr als 30 000 Arbeiter waren zeitweise an diesem Bauprojekt gleichzeitig beschäftigt. Versailles mit seinen Parkanlagen ist das bedeutendste Schloss des französischen Barock und das größte Europas. Riesige Warteschlangen hatten sich bereits vor dem Schloss gebildet, die die Gruppe aus Wendlingen dank ihrer Reservierung umgehen konnte. Höhepunkt war der Spiegelsaal: 73 Meter lang, 10 Meter breit und 12 Meter hoch. Die 17 riesigen Fenster, denen ebenso viele raumhohe Spiegelwände zugeordnet sind, öffnen eine phantastische Sicht auf den Park und die Gärten. Nach dem Mittagessen in einem der Schlossrestaurants luden die Gärten mit Musik und Wasserspielen zum Spaziergang oder auf eine Bank im Schatten ein.

 

Pünktlich traf der Bürgerbus am Freitagabend in Saint-Leu-la-Forêt ein. Das französische Partnerschaftskomitee hatte einen kleinen Empfang und einen Willkommenstrunk vorbereitet, und die Begrüßung durch die Gastfamilien war wie immer sehr herzlich und wollte schier kein Ende nehmen. Der Samstagvormittag war für den Besuch des schönen Marktes und des Stadtzentrums vorgesehen, bevor die historische Gruppe mit ihren Rädern den für den Verkehr gesperrten Parcours auf der Hauptstraße bis zum Rathausplatz fuhr. Dort warteten bereits Besucher auf die Radfahrer in ihren schönen passenden Kostümen, um die Räder zu bestaunen, zu fotografieren und sich Informationen zu den historischen Velozipeden geben zu lassen.

 

Zusammen mit dem Bus für die französischen Gastgeber und Mitglieder des Partnerschaftskomitees ging es dann zum Mittagessen in die schöne Stadt L’Isle-Adam. Die ehemalige Künstlerkolonie des Impressionismus liegt an dem Fluss Oise, auf dem eine Bootsfahrt am Nachmittag malerische Eindrücke und so manches Fotomotiv bot. Der Tag klang mit dem schon traditionellen deutsch-französischen Abend aus. Das französische Komitee hatte ein leckeres Buffet im schön dekorierten Saal des „Croix Blanche“ vorbereitet, das mit zu dem harmonischen Abend beitrug.

 

Deutsche und Franzosen waren gleichermaßen begeistert von der Kunstradvorführung auf der Bühne, die Vanessa Knoll zeigte, und die einen Eindruck vom Angebotsspektrum des Wendlinger Radsportvereins vermittelte. Anschließend konnte auch Ewald Dubb, der Konstrukteur der historischen Räder, noch einmal zu jedem Gefährt eine kleine technische Erläuterung geben, die Kathrin Müller, die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, für die Gastgeber ins Französische übersetzt hatte. Den Abschluss des Abends bildete eine Vorstellung aus Musik und Varieté der Gruppe „Mamy Blue“, die zur großen Freude der deutschen Besucher dann mit dem Lied „99 Luftballons“ den schönen Abend beendete.

 

Am Sonntag wurde – nach der beiderseitigen herzlichen Verabschiedung – die Rückreise angetreten. Glücklicherweise spielte das Wetter während der vier Reisetage gut mit, das Programm und vor allem die Präsentation der historischen Räder verlief bei herrlichem Sonnenschein und wird allen in schöner Erinnerung blei.

Bürgerbus vom 4. Juni bis 7. Juni 2015 nach Frankreich

Bei Kaiserwetter über die Champagne nach Saint-Leu-la-Forêt

Unter dem Motto "Rendez-vous von Vergangenheit, Tradition und Moderne" stand der diesjährige Besuch in der Partnerstadt Saint-Leu-la-Forêt.

Nach dem obligatorischen Frühstück und dem Mittagsimbiss im Grünen wurde Châlons-en-Champagne besichtigt. Die Stiftskirche Notre Dame-en Vaus gehört seit 2000 zum UNECO Weltkulturerbe.

Ziel des ersten Reisetags war der historische Hauptort der Champagne, Troyes. Die kurzweiligen Stadtführung in deutscher Sprache endete in der Kirche Saint-Madeleine. Hier konnte der Lettner und die berühmten Buntglasfenster bewundert werden.Das Abendessen in einem landestypischen Restaurant beschloss den ersten Reisetag.

Das Städtchen Fontainebleau mit seinem berühmten Schloss war die erste Station am Freitag. Weiter gings nach Melun zum Mittagessen in einem Restaurant mit außergewöhnlichem Ambiente. Der Nachmittag gehörte dem Besuch des Schlosses Vaux-le-Vicomte. Die sehr gut erhaltenen und möblierten Räume spendeten wohltuernde Kühle bei brütender Hitze.

Am Abend erreichte man Saint-Leu und nach einem erfrischenden Willkommenstrunk wurde die Gruppe von den Gastfamilien in Empfang genommen.

Der von den französischen Gastgebern gestaltete Samstag führte nach Paris. Zum Mittagessen gab es "Aligot", eine Spezialität aus dem Aveyron. Die Fotoapparate blitzten als der Brei aus Kartoffelpüree und Käse auf die Teller geschleudert wurde.

Weiter gings zum neu eröffneten Kunstmuseum, der Stiftung Louis Vuton. Das eindrucksvolle Gebäude, das "Glaswolke" genannt wird bietet einen außergewöhnlichen optischen Genuss von innen und außen.

Der Tag klang aus mit dem traditionellen französisch-deutschen Abend im Gemeindezentrum Claire-Fontaine, untermalt von der Musikgruppe "La Tavernelle". Am Sonntag folgte eine kleine Stadtrundfahrt durch Paris bevor es wieder nach Hause ging.

Kurz vor den Toren Wendlingens gab es den verdienten Dank an die Reiseleiterin Kathrin Müller und die Busfahrerin Maike.   >>